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Die Menschen leben heute deutlich länger als noch vor einigen Jahrzehnten. Alter ist längst nicht mehr nur das kurze Ende, sondern ein wichtiger Teil des Lebens, den man aktiv und gesund geniessen möchte. Zahn- und Mundgesundheit tragen zu Wohlbefinden und Lebensqualität in hohem Masse bei. Mit den eigenen Zähnen bewahrt man ein Stück Jugend und Vitalität.
Entgegen aller nach wie vor verbreiteten Vorurteile sind Zahnverlust und Vollprothese im gehobenen Lebensalter kein unabwendbares Schicksal.
Besondere Risiken im Alter
Allerdings drohen Ihrer Mundgesundheit mit zunehmendem Alter zusätzliche Gefahren:
Natürlich bleiben auch Karies und Parodontitis wichtige Gefahren für die Mundgesundheit, doch verschieben sich mit zunehmendem Lebensalter die Gewichte.
Die häufigste Ursache für Zahnverluste ab 40 Jahren ist die Parodontitis („Parodontose").
Neuere Forschungen zeigen, dass Parodontitis auch lebensgefährliche Allgemeinerkrankungen begünstigen kann. Schon aus diesem Grund sollte die zahnmedizinische Vorbeugung gerade auch im Alter keinesfalls vernachlässigt werden.
Präventive Untersuchungen und Behandlungen für ältere Menschen
Der Erhalt der letzten Zähne lohnt sich
Leider kommen für viele Senioren die Fortschritte in der zahnärztlichen Prävention zu spät. Sie haben im Laufe ihres Lebens bereits viele Zähne verloren, und die wenigen noch verbliebenen befinden sich oft in keinem guten Zustand mehr.
Aber auch wenn Sie schon viele Zähne verloren haben und Ihre letzten verbliebenen Zähne stark „angeschlagen" sind: Lassen Sie sich nicht einfach alle Zähne ziehen!
Es gibt gute Gründe, die letzten Zähne bzw. Zahnwurzeln als Haltepunkte für die Prothese zu erhalten.
Sehr gut bewährt haben sich Wurzelimplantate (auch als Wurzelstiftkäppchen oder intraradikuläre Teleskope bezeichnet). Hierbei wird die zerstörte Zahnkrone entfernt, die Zahnwurzel aber erhalten und durch eine Goldkappe mit einer Aufnahme für einen Haltestift geschützt. Durch die feste Verbindung geben sich Zahnwurzel und Prothese gegenseitig Halt. Wackelige Wurzeln verfestigen sich oft sogar wieder. Und das Verfahren ist erheblich unkomplizierter und preiswerter als alternative Methoden, wie z. B. Knochenimplantate.
Mehr Informationen zu dieser Methode finden Sie hier.
Wenn Sie Probleme haben, (selbständig) in die Zahnarztpraxis zu kommen, z. B. bei Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit, ist das auch kein Problem: